Im Design Thinking beschäftigen wir uns insbesondere damit, wie wir möglichst schnell an gute und innovative Ideen kommen, die unsere Herausforderung auflösen. Die Methodik hört jedoch nicht bei der Ideenfindung auf. Im nächsten Schritt geht es darum, die neue Idee auch erlebbar zu machen. Darum entwickeln wir in der vorletzten Phase des Design Thinking Prozesses einen Prototypen.

Prototyp vs. Mockup vs. Wireframe

Wir unterscheiden drei Stufen im Designprozess. Auf der ersten Stufe stehen sogenannte Wireframes. Es handelt sich dabei um eine erste Darstellung eines späteren Produktes mit Fokus auf der Produktstruktur. Bei einer Website oder einem Onlineshop bedeutet dies beispielsweise, dass Content-Boxen definiert und das Layout geplant werden, um einen ersten Eindruck bekommen zu können. Beim Mockup hingegen liegt der Fokus mehr auf dem Design als auf der Struktur. Ein Mockup kommt dem finalen Produkt schon sehr nah, ist jedoch nicht interaktiv nutzbar. Die darauf folgende und höchste Stufe im Design Prozess ist der Prototyp. Anders als ein Mockup ist dieser interaktiv nutzbar und kann daher für ein Testing verwendet werden.

Prototypen vs. Mockup vs. Wireframe

Iteratives Prototyping im Design Prozess

Das Prototyping im Design Thinking kann durchaus in mehreren Iterationen ablaufen. Daher können alle 3 Stufen des Designprozesses in dieser Phase durchlaufen werden, bzw. alle drei Stufen für Designmodelle des Produktes verwendet werden. Nach jeder Feedback-Runde mit unseren Kund*innen haben wir neue Erkenntnisse gewonnen und können somit unsere Idee auf eine neue Ebene heben und genauer designen. Dadurch passen wir unser Produkt immer genauer an die Bedürfnisse der Kund*innen an.

Eine Idee erlebbar machen

Ein Prototyp dient dazu, dass potenzielle Nutzer*innen die Idee genau verstehen, erleben und bewerten können. Für ein besseres Verständnis erinnern uns noch einmal an den Kern des Design Thinking: Wir wollen unseren Kund*innen wirklich zuhören und außerdem genau verstehen, was sie brauchen. Daher ist an diesem Punkt das Einholen von Kund*innenfeedback wichtig.

Es gibt unterschiedliche Arten von Prototypen

Damit unser Produkt erlebbar wird, gibt es unterschiedliche Arten von Protoypen die wir nutzen können. Je nachdem, um welche Art Produkt es sich handelt oder in welchem Stadium der Idee wir uns befinden sind unterschiedliche Protoypen sinnvoll.

Beschreibung Realitätsnähe   Geeignet für
     
Storyboards Die Customer Journey wird dabei in einer Art Comic mit Hilfe von Bildern oder Skizzen dargestellt.

hoch

Services
 
Rollenspiele Der Service wird so genau wie möglich vorgespielt. Authentizität kann zum Beispiel durch Requisiten und Verkleidungen geschaffen werden.

hoch

Services
 
Minimum Viable Product (MVP) Als Folgestufe zum Mock up ist dieser Prototyp eine lauffähige Version des Produktes. Allerdings sind nur die notwendigsten und für den*die Nutzer*in wichtigsten Funktionen eingebaut.

hoch

Digitale und physische Produkte
 
Physisches Modell Diese Idee wird mit Hilfe unterschiedlichster Materialien „gebaut“. Hierzu können beispielsweise Papier, Lego oder auch 3D-Drucker verwendet werden.

mittel

Physische Produkte, Strukturen, Prozesse
 
Geschäftsmodell Nutzung von Methoden, wie zum Beispiel dem Business Model Canvas zur Visualisierung von Geschäftsideen. Dabei werden geschäftliche Zusammenhänge, Ressourcen und Beziehungen systematisch dargestellt.

hoch

Geschäftsmodelle
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