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Im letzten Jahr haben wir über mehrere Monate hinweg in einer Reihe zum Thema „Design Thinking“ immer wieder neue Methoden zu den jeweiligen Phasen vorgestellt. Das neue Jahr möchten wir nun mit einer neuen Reihe einläuten – dieses Mal aus dem großen Themenkomplex der Agilität – eine Retrospektiven Methoden Reihe.

Zu Beginn möchten wir uns der Retrospektive als einem Aspekt aus der Scrum Methodik widmen. Dazu werden wir eine Vielzahl an Retrospektiven Methoden vorstellen, mit denen dieses Scrum Meeting sinnvoll gestaltet werden kann. Wir stellen immer wieder fest, dass Retrospektiven, unabhängig von Projekten und Kontexten, ein sehr wertvolles und machtvolles Instrument in der Zusammenarbeit im Team sind.

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Die Retrospektive gehört dem Team

Im Gegensatz dazu gibt die Retrospektive die Möglichkeit, dass sich das Team mit sich selbst und der Arbeitsweise beschäftigt. Der Fokus liegt hier klar auf den Teammitgliedern, Arbeitsprozessen und Tools und beantwortet die Fragen

  • Was lief gut?
  • Wo können Verbesserungen vornehmen?
  • Was nehmen wir uns für den nächsten Sprint vor?

Das Team entscheidet selbst, mit welchen Punkten es sich beschäftigen möchte und wird durch einen Moderator geführt.

Die 5 Phasen der Retrospektive

Eine Retrospektive verläuft in 5 Phasen:

Was ist eine Retrospektive?

Aber noch einmal einen Schritt zurück – was ist eine Retrospektive? Die Retrospektive ist ein Teil der Scrum Methodik und wird als fester Bestandteil eines Sprints abgehalten. Wie das Wort schon sagt handelt es sich hierbei um einen Rückblick auf den vergangenen Sprint. Die Retrospektive findet als Meeting statt, das nach Empfehlung des Scrum Guide maximal 3h dauert (für einen einmonatigen Sprint). Sie bildet zusammen mit dem Sprint Review den Abschluss eines Sprints. Hierbei bietet das Review die Gelegenheit den vergangenen Sprint mit Fokus auf das Ergebnis zu betrachten.

Es geht darum, die Teilnehmer*innen abzuholen und auf die folgende Retrospektive vorzubereiten. Sie sollen ankommen und alle anderen Probleme und Gedanken für einen Moment vergessen. Gemeinsam wird besprochen, was das Ziel dieser Retrospektive ist.

In dieser Phase geht es darum, Fakten über den vergangenen Sprint zu sammeln. Was ist passiert? Welche Dinge waren gut? Was war eher schlecht? Gab es Auffälligkeiten? Welche Informationen stehen zur Verfügung?

Nun heißt es, die gesammelten Fakten zu hinterfragen – Warum sind Dinge wie sie sind? Was ist das tatsächliche Problem dahinter? Gerne wird hier mit mehrfachem „warum?“ der Ursache auf den Grund gegangen

Wenn klar ist, welche Probleme hinter den Beobachtungen stehen, kann das Team Maßnahmen zur Verbesserung festlegen. Diese sollten sehr konkret und für alle klar sein.

Zum Abschluss der Retrospektive lässt das Team diese noch einmal Revue passieren. Was war gut an diesem Meeting? Was sollte beim nächsten Mal anders sein? Mit welchem Gefühl verlasse ich dieses Meeting?  Der Moderator kann so die Retrospektive klar abschließen und bekommt Feedback für die Vorbereitung der nächsten.

Die Moderation als entscheidender Faktor

Wie erwähnt wird die Retrospektive durch eine*n Moderator*in geführt. Da es in einer Retrospektive oft um emotionale Themen geht, ist es wichtig, eine neutrale Person für eine Moderation einzusetzen. In einem Scrum Umfeld fällt diese Rolle dem Scrum Master zu. Wenn es einen Agile Coach gibt, kann diese*r ebenfalls gut als Moderator*in eingesetzt werden. In jedem Fall sollte der/die Moderator*in erfahren und unabhängig sein, um das Team erfolgreich durch die Retrospektive zu führen.

Retrospektiven Methoden sinnvoll einsetzen

Der Moderator ist außerdem dafür zuständig, die einzelnen Phasen des Meetings methodisch auszugestalten. Dabei kann er sich pro Phase einer Vielzahl an Retrospektiven Methoden bedienen. Diese sollten mit Bedacht passend zum Team und zur aktuellen Situation ausgewählt werden. Einen großen Katalog an Methoden findet man zum Beispiel auf der Seite Retromat. Hier im Blog stellen wir nach und nach unsere liebsten Methoden unter den folgenden Links vor:

Retrospektive - Rahmen schaffen

Rahmen schaffen – Methoden:

Retrospektive - Informationen sammeln

Informationen sammeln – Methoden:

Retrospektive - Einsichten gewinnen

Einsichten gewinnen – Methoden:

Retrospektive - Maßnahmen festlegen

Maßnahme festlegen – Methoden:

Retrospektive - Abschluss

Abschluss – Methoden: