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Arbeitet ihr gerade in einem Projekt? Nehmt ihr gerade die Rolle eines Product Owners wahr? Oder plant ihr gerade einen Produktlaunch? Dann empfehlen wir euch vorab eine Stakeholderanalyse zu machen. Mit der Stakeholderanalyse schafft ihr Transparenz über Beteiligte in eurem Projekt. So könnt ihr euer Change Management besser planen und eure Kommunikation für eure Zielgruppen anpassen.

Was ist eine Stakeholderanalyse?

Die Stakeholderanalyse hilft euch, alle in eurem Projektumfeld relevanten Personen, eure Stakeholder, zu analysieren. Dabei setzt sich der Begriff Stakeholder aus den Worten „Stake“, was so viel wie Anteil oder Beteiligung bedeutet und „holder“, was Inhaber oder Besitzer bedeutet, zusammen. Stakeholder sind also Personen oder Personengruppen, die ein Interesse daran haben, was ihr plant oder die daran Beteiligte sind.

Stakeholder sind Personen, die mit euch in Beziehung stehen oder ein Interesse an eurem Vorhaben haben.

Eine Stakeholderanalyse ist eine Methode aus dem agilen Projektmanagement zur Aufnahme und anschließender Analyse von Personen, die für euer Vorhaben, z.B. ein Projekt, relevant sind und die ihr informieren oder einbinden solltet.

Wann hilft euch eine Stakeholderanalyse?

Ihr könnt die Stakeholderanalyse nutzen, wenn ihr:

  • in einem Projekt arbeitet

  • Product Owner seid

  • für das Change Management verantwortlich seid

  • einen Roll Out eurer Produkte plant

  • einen neuen Geschäftsbereich aufbaut

  • in Design Thinking Projekten arbeitet

Die Methode hilft euch immer dann, wenn ihr einen besseren Überblick über unterschiedliche Personen braucht und um diese besser einzuschätzen. Auf dieser Basis könnt ihr dann konkrete Maßnahmen für eure Stakeholder ableiten. Das könnten z.B. Kommunikationskonzepte sein oder spezifische Informationen, die ihr mit bestimmten Personengruppen teilt. Im zeitlichen Verlauf hilft euch die Stakeholderanalyse außerdem dabei, die die Entwicklung eurer Stakeholder im Auge zu behalten. Das ist vorallem für eingeleitete Change Maßnahmen spannend.

In 4 Schritten zur Stakeholderanalyse

Wenn ihr eine Stakeholderanalyse durchführen wollt, könnt ihr unserer Anleitung folgen. Wir haben euch auch ein Miro Board vorbereitet mit Templates, die ihr für einen digitale Workshops zur Stakeholeranalyse nutzen könnt. Für analoge Workshops könnt ihr die Templates auch einfach auf Flipchart-Papier bringen.

Wenn ihr die Stakeholderanalyse im Team erstellen wollt, plant dafür 1-2 Workshop Sessions ein. Diese solltet ihr jeweils für ca. 2-3 Stunden ansetzen, abhängig davon wie groß euer Team ist. Je größer euer Team ist, desto mehr Zeit braucht ihr dafür auch.

Die Workshops im Überblick:

Session 1: ca. 2 Stunden

  • Sammeln der Stakeholder
  • Einordnung der Stakeholder

Session 2: ca. 3 Stunden

  • Analyse der Stakeholder
  • Erstellung der Stakeholder Map

Vor und zwischen den Workshops ist ein wenig Fleißarbeit für euch zu tun, insbesondere für Schritt 4.

Tipps und unsere Best Practices für die Praxis

Wenn ihr eure Stakeholderanalyse erstellt habt, könnt ihr anfangen damit zu arbeiten. Ziel sollte für euch sein, die Analyse als Arbeitsmittel für eure Kommunikation und Aktivitäten im Projekt zu nutzen. Dazu könnt ihr euch zu Beginn auf die wichtigsten Stakeholder fokussieren und Maßnahmen ableiten.

Uns helfen folgende Fragen:

  • Welche Informationen brauchen die Stakeholder von uns?
  • Kennen wir die Vorbehalte wirklich?
  • Was können wir tun, um Vorbehalte aufzulösen?
  • Wie gewinnen wir Fürsprecher*innen für uns?
  • Welche Informationen brauchen Fürsprecher*innen von uns für ihre eigenen Aktivitäten?

Die Stakeholderanalyse verändert sich im Verlauf eures Projektes. Es kommt vor, dass sich auch die Einstellung eurer Stakeholder durch eure Aktivitäten ändert. Integriert die Analyse in eure Meetings und arbeitet daran, die relevanten Stakeholder einzubeziehen.

Zum weiterlesen: